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IHK Dresden prämiert Wettbewerbssieger aus Handel und Tourismus

14. Juli 2021
Aktuelle Informationen zum Corona-Virus / COVID-19 finden Sie hier.

© Cathleen Nebrich

Umdenker, Anpacker, Mutmacher gesucht!

IHK Dresden prämiert Wettbewerbssieger aus Handel und Tourismus

Die IHK Dresden hat am 13. Juli 2021 in ihren Räumen die Preisträger des Wettbewerbs “Umdenker, Anpacker, Mutmacher gesucht!” ausgezeichnet.

Die vier prämierten Unternehmen aus Handel und Tourismus konnten sich mit ihren kreativen Ideen zum Umgang mit der Corona-Pandemie erfolgreich unter 38 Bewerbern durchsetzen. Die eingesetzte Fachjury bewertete dabei die Kriterien Kreativität, Innovationsgehalt, Qualität, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit.

Die Auszeichnung nahmen der Präsident und der Hauptgeschäftsführer der IHK Dresden, Dr. Andreas Sperl und Dr. Detlef Hamann, vor.

Über den ersten Platz und damit 7.000 Euro Preisgeld konnte sich Carola Arnold, Pächterin der Kleenen Schänke in Cunewalde freuen. Der mit 5.000 Euro dotierte zweite Platz ging an die Eberhardt Travel GmbH aus Kesselsdorf. Mit jeweils 1.500 Euro teilten sich den dritten Rang das Historische Fischaus Dresden und Frank Schäfer von der gleichnamigen Seilerei aus Bautzen.

Die Prämierten und ihre Ideen während der Pandemie:

Platz 1: Kleene Schänke, Koch- und Kulturwerkstatt Cunewalde

Eventküche im ehemaligen Pferdestall, Verkostungen edler Spirituosen in der urigen Blockstube, Leseabende, Reisevorträge mit Länderküche, Käsewerkstatt, Wohlfühlabende für Frauen und die “Oberlausitzer Geschenke Schänke” mit diversen regionalen Produkten im Obergeschosse – die Kleene Schänke ist mehr als ein Geheimtipp südöstlich von Bautzen.

Die Idee in der Pandemie: Den Anfang machte eine Whiskykochbox, ein Whiskydinner mit digitaler Verkostung und Kochvideo für zu Hause. Es folgten die Entwicklung und der Online-Vertrieb von drei Brotbackmischungen in Bioqualität, das Schreiben und der Eigenverlag des ersten eigenen Kochbuchs “Carola kocht” mit Zutaten und unterhaltsamen Geschichten aus der Oberlausitz incl. 14 Produzentenporträts – über 4.200 Exemplare sind schon verkauft. Im Advent 2020 wurde die Kleene Schänke zum Weihnachtskaufhaus, im Frühjahr kamen Online-Verkostungen mit regionalen Genusspaketen dazu. Neue Projekte stehen schon in den Startlöchern.

Alle Projekte sind zukunftsfähig und werden weitergeführt. Die Schwerpunkte Regionalität und Netzwerkarbeit wurden und werden weiter gestärkt, digitale Standbeine aufgebaut.

www.kleeneschaenke.de

Platz 2: Eberhardt TRAVEL GmbH, Kesselsdorf

Unmittelbar nach der Wiedervereinigung gründete der Dresdner Dr. Uwe Lorenz mit zwei Partnern die Eberhardt TRAVEL GmbH, die sich in den 90er Jahren in Sachsen zu einem regional führenden Busreise-Veranstalter entwickelte. Heute sind mehr als 150 Mitarbeiter und Reiseleiter für das Unternehmen tätig, in Berlin, Dresden, Pforzheim und Pirna werden eigene Reisebüros betrieben, mehr als 2.000 Partner-Reisebüros in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertreiben mehr als 2.000 Eberhardt-Reiseangebote, die von jährlich mehr als 50.000 Gästen gebucht werden.

Die Idee in der Pandemie: Virtuelle Reisen mit dem gewissen Extra! Erste Überlegung: Mit Stammkunden und dem lokalen Händler des Vertrauens Whiskys verkosten und nebenbei – live moderiert – Schottland vorstellen. Zwischen Idee und erster Reise lagen nur reichlich zwei Wochen. “Scharfer” Start war mitten im November-Lockdown: Zoom-Lizenz erworben – Tasting ausgeschrieben – online gesetzt – gebucht.

Inzwischen steht man auf Platz 1 Google-Suche für virtuelle Reisen, ist jeden Abend live on Air zu Zielgebieten weltweit und mit authentischen Genießerpaketen. Über 3.900 Gäste haben an 46 verschiedenen virtuellen Reisen bereits teilgenommen. Bis ins 1. Quartal 2022 sind weitere Termine bereits online, nicht nur zur Überbrückung, sondern als Angebot für alle, die nicht mehr reisen wollen oder können.

www.eberhardt-travel.de

Platz 3: Seilerei Schäfer, Bautzen

Seilerwaren, Bindfäden, Schaukeln für Erwachsene, Leinen für Hund Katze Pferd, Seile für Sport und Schlitten, hochwertige Bürsten und Besen aus Naturmaterialien u. v. m. plus eine Schauwerkstatt. Das 1890 von Frank Schäfers Vorfahren gegründete Ladengeschäft in der Bautzner Altstadt muss man gesehen haben.

Die Idee in der Pandemie: Ladengeschäft geschlossen, Handwerkermärkte abgesagt, und online können auch andere. Warum also nicht den Laden in die Online-Welt überführen? Der ins Internet verlagerte Weihnachtsmarkt in Seifen hat doch auch überraschend gut funktioniert. Gesagt, getan, Ware einmal komplett ausgeräumt, geordnet und übersichtlich wieder eingeräumt, mit Profihilfe von Fotograf Norman Paeth das Geschäft als 360° Panorama in die Homepage integriert, sodass sich Besucher virtuell im realen Laden bewegen können, und den in die Jahre gekommene Online Shop neu aufgesetzt. Gefällt ein Produkt, landet es dank Klickpunkten an den Warenregalen bzw. Artikeln direkt im Online Shop. Persönliche Beratung vom Chef gewünscht? Kein Problem. Anders als am Telefon können Artikel nicht nur beschreiben, sondern per Kamera auch im realen Laden gezeigt werden.

Da mittlerweile ein beachtliche Teil von Anfragen telefonisch und per E-Mail kommen, ist der virtuelle Laden ein langfristiges Investment, welches die Beratung erleichtert und Vertrauen beim Kunden schafft. Die Sichtbarkeit bei Google wurde verbessert, Besucher verweilen deutlich länger auf der Homepages, die Verbindung von Tradition und Digitalisierung trägt zum Einkaufserlebnis bei. Künftig soll es auch eine Panorama der Werkstatt mit kurzen Videos geben.

www.seilerei-schäfer.de

Platz 3: H. Fischhaus GmbH & Co. KG, Dresden  

Idyllisch gelegen direkt an der Dresdner Heide befindet sich das Historische Fischhaus Dresden, eines der ältesten Gasthäuser der Landeshauptstadt. Bereits Ende des 15. Jahrhunderts brauten hier die Augustinermönche Bier und betrieben die erste Fischzucht. Mit viel Liebe zum Detail wurden die historischen Gemäuer restauriert. Gäste können sich kulinarisch mit regionaler und saisonaler Landküche, inspiriert von modernen Einflüssen, verwöhnen lassen. Restaurant, Jugendstilsaal, Schwarzbrennerei, Garten und Biergarten laden zum Verweilen ein.   Die Idee in der Pandemie: Entwicklung eigener Produkte wie hausgemachtem Limoncello, verschiedener Gewürzsalze und Pestos, die im Haus und über einen neuen Webshop vertrieben werden. Parallel wurde ein Abholservice für Tagesgerichte etabliert, um Köche und Servicepersonal in Beschäftigung zu halten. Dank eines im Garten neu installierten Räucherofens, konnte das Außer-Haus-Angebot um frische geräucherte Forellen erweitert werden. Passend dazu entstanden eigene Menüboxen, die online und per Social Media zur Abholung angeboten werden.

Alle neue entwickelten Produkte werden auch künftig angeboten, da schon jetzt eine stetig zunehmende Beleibtheit erkennbar wird, und sie sich auch gut als Geschenke eignen.

www.historisches-fischhaus.de




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