Er ist einer der bedeutendsten Landschaftsmaler der Romantik: Caspar David Friedrich.
2024 wird im Schlösserland Sachsen sein 250. Geburtstag gefeiert. Seine Werke werden bis heute als Symbole der Romantik und der Verbindung zwischen Mensch und Natur verehrt, und sein Einfluss auf die Kunstwelt bleibt unbestritten.
Seine künstlerische Laufbahn hinterließ nicht nur einen prägenden Einfluss auf die deutsche Kunstgeschichte, sondern auch eine besondere Verbindung zu Sachsen. Viele Schauplätze seiner Motive, wie etwa die Burg Stolpen, Burg und Kloster Oybin oder der Klosterpark Altzella, liegen im Schlösserland Sachsen und sind bis heute beliebte Ausflugsziele.
Wer genau hinschaut, der entdeckt sie sofort: Stolpens romantische Seite. Ihr konnten sich die Maler und Grafiker des frühen achtzehnten Jahrhunderts ebenfalls nicht entziehen und hielten das ehemalige Schloss Stolpen – damals schon eine Halbruine – in ihren Grafiken und Bildern fest. Unter ihnen auch Caspar David Friedrich. Er und sein Freund, Carl Gustav Carus standen hier in Stolpen und zeichneten die verwunschenen Ruinen.
Aber auch heute noch hat Stolpen einen unwiderstehlichen romantischen Charme. Nicht nur im grünen, schattigen Park auf der Südseite der Anlage, auf einer lauschigen Parkbank oder unter dichtem Blätterdach finden Sie Ruhe für so manchen romantischen Gedanken und ein wenig Entspannung. Auch beim Blick vom Plateau auf dem Fürstenplatz in Richtung Dresden oder der Sächsischen Schweiz hüpft das Romantikerherz höher. Schließlich können Sie von hier aus die romantischsten Sonnenuntergänge beobachten – entdecken Sie die Romantik in Stolpen.
Auf der Burg Stolpen wird dieses Jubiläum zudem mit einer kleinen Sonderausstellung, einem ganz besonderen Konzert und verschiedenen Aktionen gewürdigt.
Der Maler Caspar David Friedrich verbrachte einen Großteil seines Lebens in Dresden, wo er sich zum bedeutenden deutschen Romantiker entwickelte. Zu seinem 250. Geburtstag im Jahre 2024 wird mit den „Klängen der Romantik – 250 Jahre Caspar David Friedrich“ die klassische Musik präsentiert, die in seiner Zeit entstanden ist und die Romantik musikalisch prägte. Die Musik ist „die romantischste aller Künste“ meinte schon E.T.A. Hoffmann. Im Dresdner Zwinger erleben Sie ausgesuchte Werke für Kammerorchester aus der glanzvollen Zeit der Romantik von Felix Mendelssohn Bartholdy, Peter Tschaikowsky, Gioachino Rossini und anderen berühmten Komponisten dieser Zeit.
In der unteren Orangerie des Barockgartens Großsedlitz findet noch bis Ende September eine Sonderausstellung anlässlich des 250. Geburtstags des Malers statt. Anne Kern und Gabi Keil setzen sich in unterschiedlicher Art und Weise mit Landschaft auseinander. Gemeinsam ist ihnen die Liebe zur Ölmalerei und dem ruhigen gleichmäßigen Pinselstrich. Die Motive variieren von Fels- und Steinbruchlandschaft über Wasserflächen und Stadtansichten. Erleben Sie die Werke der beiden Künstlerinnen in einem einzigartigen Ambiente des barocken Gartens, welcher als eine der besterhaltenen Anlagen seiner Art in Deutschland gilt.
Der Kunst der deutschen Romantik wird im Jubiläumsjahr von Caspar David Friedrich, ihrem berühmtesten Vertreter, besondere Aufmerksamkeit zuteil. Auch für zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler war und ist diese Epoche mit ihrem wichtigsten Motiv, der Landschaft, seither eine wichtige Anregung. Vor allem die romantische Hinwendung zur Natur und ihre sinnliche Erfahrbarkeit zwischen Einkehr, Fantasie, Traum, Abenteuer und Bedrohung, boten und bieten auch für jüngere Künstlergenerationen unerschöpfliche Impulse. Ein erneuertes Bewusstsein um den Wert, die Bedeutung und die Gefährdung der Natur mag zur Rückbesinnung und Neufokussierung auf Motive der Natur und Landschaft beitragen. Das thematische Gastspiel des Kunstfonds mit zeitgenössischen Natur- und Landschaftsdarstellungen aus seiner Sammlung auf einer der romantischsten Ritterburgen Sachsens, der Burg Kriebstein, verspricht insofern noch bis Ende Oktober ein besonders Zusammenspiel und Erlebnis.
Zeit der Romantik – Zeit der Wiederentdeckung – Zeit für Besinnung. Auf die Frage nach dem Sinn des Lebens suchten die Romantiker Antworten im Werden und Vergehen der Natur, suchten Harmonie und Geborgenheit. Welcher Ort war besser geeignet, diesen Gedanken und Empfindungen zu folgen als der Oybin mit seinen von der Natur überwucherten Gemäuern, dem Bergfriedhof, den großartigen Zeugnissen mittelalterlicher Baukunst und Geschichte? Es werden Werke von Caspar David Friedrich, Carl Gustav Carus und Johann Alexander Thiele gezeigt.
Eine Zeitreise in das 19. Jahrhundert auf den Berg Oybin, mit Orgelspiel, Dichtung, Malerei, Kammerchor-Konzert in der von Fackeln erhellten Klosterkirch-Ruine und Weingenuss lässt sich am 30. August erleben.
Der wohl bedeutendste Landschaftsmaler der Romantik Caspar David Friedrich fand eine seiner Inspirationsstätten in Altzella. Auch im Klosterpark war er mit Stift und Skizzenblock unterwegs, zeichnete und malte in einer Art, die ihn zu dem Künstler machten, als den wir ihn heute kennen. Davon zeugen zahlreiche Skizzen, die er von den Ruinen der ehemaligen Klosteranlage fertigte. In einer Sonderführung anlässlich des 250. Geburtstages Caspar David Friedrichs folgt Museologe Dr. Peter Dänhardt am 08. September den Spuren des Künstlers, taucht ein in die Zeit der Romantik und der damaligen jungen Parkanlage in Altzella.
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