©© SMKTVergangenen Mittwoch besuchte Sachsens Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch drei Projekte in der Oberlausitz, die über den Kleininfrastrukturprojektefonds (KIP) der Wander- und Pilgerakademie Sachsen gefördert wurden. Ihr Besuch unterstrich die Bedeutung ehrenamtlichen Engagements und gezielter Förderungen für die Stärkung des Wander- und Pilgertourismus im Freistaat.
Die Ministerin zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt und dem Engagement vor Ort. Zu den besuchten Projekten gehörten:
„Pilger-Plätzchen“ am Heideberg in Waldhufen: Dieses 2024 mit 2.000 Euro geförderte Projekt der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Waldhufen-Vierkirchen/Ortskirche Melaune bietet Pilgern auf dem Weg von Görlitz eine umfassende Rastmöglichkeit. Auf dem Privatgrundstück der Familie Gärtner finden sich Erfrischungen, ein Trockenklosett, Sitz-, Liege- und Notübernachtungsmöglichkeiten sowie ein kleiner Spielplatz und ein Trampolin für Familien. Die nahegelegene Ortskirche Melaune, deren Geschichte bis 1239 zurückreicht, ist ein wichtiger Anlaufpunkt am Ökumenischen Pilgerweg.
„Licht und Leute im Pilgerhof“ in Arnsdorf: Der Pfarrhof an der Dorfkirche Arnsdorf, bekannt als „Pilgerhof“, ist dank der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Waldhufen-Vierkirchen/Ortskirche Arnsdorf seit über 20 Jahren ein kultureller Treffpunkt. Besonders in den Sommermonaten zieht er nicht nur Kinofreunde an, sondern dient auch als erste Herberge für Pilger, die ihre Reise in Görlitz beginnen. Dieses Projekt belebt das Dorfleben und fördert das Gemeinschaftsgefühl.
Pilgerherberge „Santa Martha“ im Schlosspark Gröditz: Seit 2005 ist diese offiziell anerkannte und vom Johanniterorden geschützte Herberge im ehemaligen Rittergut Gröditz eine moderne Unterkunft für 5–6 Personen. Der Förderverein „Pro Gröditz e.V.“ hatte für 2024 ebenfalls einen Förderantrag gestellt, um einen besonderen Rastplatz auf dem Ökumenischen Pilgerweg zu gestalten. Dieser Rastplatz wird Pilgern, die nicht übernachten, mit einem Pilgerstempel, lokalen Informationen, kleinen Süßigkeiten und Schreibutensilien sowie einer Ruhebank dienen. Der 2007 gegründete Förderverein engagiert sich aktiv für den Erhalt historischer Bauwerke und der Gröditzer Skala.
Ministerin Klepsch betonte die Wichtigkeit dieser Initiativen: „Es ist inspirierend zu sehen, wie ehrenamtliches Engagement und gezielte Förderung Hand in Hand gehen, um unsere einzigartige Wander- und Pilgerinfrastruktur in Sachsen weiter zu stärken.“ Sie hob hervor, dass Wandern und Pilgern wichtige Säulen des sächsischen Tourismus sind und maßgeblich zur Attraktivität der Regionen beitragen.
Die 2021 ins Leben gerufene Wander- und Pilgerakademie (WPA) ist ein zentraler Akteur bei der Förderung des Wanderns und Pilgerns in Sachsen. Sie schafft ein qualifiziertes Bildungs- und Vernetzungsangebot für Wanderführer, Pilgerbegleiter und Wegewarte und stärkt ehrenamtliches Engagement sachsenweit. Durch finanzielle Unterstützung über den Kleininfrastrukturprojektefonds hilft die WPA Vereinen und Kirchgemeinden, ihre Infrastruktur im Bereich Wandern, Pilgern und an der Schnittstelle von Kirche und Tourismus zu verbessern. Seit Programmstart konnten bereits über 400 Kleinprojekte gefördert werden, was einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Kleinstinfrastruktur im Wander- und Pilgerland Sachsen leistet. Die Evangelische Erwachsenenbildung Sachsen, ein Werk der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, wurde vom Landestourismusverband Sachsen e.V. mit der Umsetzung der WPA beauftragt.
Weitere Informationen zur Wander- und Pilgerakademie Sachsen:
www.ltv-sachsen.de/wanderundpilgerakademie/