©© BOND MURAL Foto: Red Tower GmbHHNach einer vierzehnjährigen Pause kehrt das Projekt HALLENKUNST endlich nach Chemnitz zurück. Die Neuauflage markiert einen bedeutenden Moment, nicht nur für das Projekt und den Kurator selbst, sondern auch für den sich entwickelnden Diskurs über illegalisierte Aktionskunst und ihre Position innerhalb der kunsthistorischen Narrative.
HALLENKUNST dient als Portal zu einem lebendigen künstlerischen Universum, das Inspiration aus der vielfältigen Kunstwelt, der Straßenkultur und natürlich Graffiti schöpft – einer Bewegung, die „als Krisenphänomen geboren“ wurde und sich als Subkultur verbreitete, aber nie wirklich zu einem Kunstgenre wurde. Aus der – bereits in sich heterogenen – Bewegung entstanden von Anfang an nicht nur unterschiedliche Ästhetiken, sondern ganze Stile. Neue Genres und künstlerische Überschneidungen haben sich von der Straße und den Zugdepots aus entwickelt, die bis heute facettenreich ist.
Diese Subkultur und ihre Protagonisten beeinflussen und vermischen seit über 40 Jahren die unterschiedlichsten kreativen Ausdrucksformen wie Pop Art, Malerei, Fotografie, Illustration, Design, Musik oder Kunst im öffentlichen Raum, gehören zu den wichtigen kulturellen Veränderungen des 21. Jahrhunderts und wird in Zukunft ein integraler Bestandteil der neuen zeitgenössischen Kunst werden.
Vom 28. August 2025 bis zum 21. September 2025 dokumentiert die HALLENKUNST diese Entwicklung mit einer umfassenden kunst- und kulturhistorischen Rückschau in zwei miteinander verbundenen Ausstellungen unter einem Dach in der Markthalle Chemnitz. Eine historische Timeline Ausstellung von 1970 bis 2025 und eine Gruppenausstellung, an der mehr als 70 Künstler*innen aus Deutschland, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Polen, der Tschechischen Republik, Dänemark und den Vereinigten Staaten teilnehmen.
Unter dem Titel ART IN TRANSIT AND BEYOND zielt das HALLENKUNST-Projekt darauf ab, den komplexen Einfluss von Graffiti und der Subway-Art-Bewegung auf die heutige Kunstwelt herauszuarbeiten. Die Ausstellung und das Opening Weekend Programm sind als Raum für Inspiration und Diskussionen rund um das Thema und seine Schlüsselfiguren konzipiert – ein Ort der Begegnungen, des Austauschs und kreativer Impulse. HALLENKUNST ist Teil des offiziellen Programms von Chemnitz 2025, der Europäischen Kulturhauptstadt Europas.
Gezeigt werden so Arbeiten von mehreren Dutzend Künstler:innen aus Europa und den USA, die ihre Karriere als Graffiti- oder Street-Art- Künstler:innen begonnen, sich mittlerweile aber anderen Techniken zugewandt haben. Ihre Werke aus Malerei, Fotografie, Illustration, Design, Musik, Mode füllen eine Halle von über 5.000 Quadratmetern. Außerdem entstehen Murals auf unterschiedlichen Flächen im öffentlichen Raum. Gespräche mit Künstler:innen und Performance finden begleitend statt.
Wann?
28.–31. August / Eröffnungswochenende
28. August / 17 bis 22 Uhr
29. August / 11 bis 22 Uhr
30. August / 11 bis 22 Uhr
31. August / 11 bis 21 Uhr
1. September bis 20. September
Mo–So: 13 bis 19 Uhr
21. September / Finissage
17 bis 22 Uhr
Wo? Chemnitz, Markthalle Chemnitz
Projektträger?