©© leipzig.travel/Philipp KirschnerAm 27. Mai fand in Leipzig das Finale der UEFA Conference League statt. Das Stadion sowie die Innenstadt waren stark frequentiert, zahlreiche internationale Gäste prägten das Stadtbild. Das Endspiel zwischen Crystal Palace (London, Groß Britannien) und Rayo Vallecano (Madrid, Spanien) sorgte für ein besonders hohes Interesse, auch bei Fans ohne Stadionticket. Der Sieger des Finales steht nun fest: Crystal Palace.
Die UEFA Conference League ist der dritte europäische Vereinswettbewerb und wurde geschaffen, um mehr Clubs aus verschiedenen Nationen eine Teilnahme auf internationaler Bühne zu ermöglichen. Sie bietet Mannschaften, die sich nicht für Champions League oder Europa League qualifizieren, die Chance auf europäische Spiele mit hohem medialem Interesse. Das diesjährige Finale brachte mit Crystal Palace und Rayo Vallecano zwei Teams nach Leipzig, die eine engagierte internationale Fanbasis mitbrachten.
Die offizielle Fanzone auf dem Leipziger Markt war bereits ab dem 25. Mai geöffnet und entwickelte sich über mehrere Tage zu einem vielbesuchten Anlaufpunkt für Fans, Tagesgäste sowie Leipzigerinnen und Leipziger. Das Programm umfasste Konzerte für Groß und Klein, interaktive Angebote, verschiedene Produktvorstellungen, Gesprächsformate und weitere offene Mitmachangebote. Am Spielabend wurde zudem ein Public Viewing ausgerichtet. Die Fläche wurde mit besonderem Fokus auf Nachhaltigkeit betrieben. Dazu gehörten frei zugängliche Trinkwasserlösungen, Trockentrenntoiletten, ein umfassendes Immissionsschutzkonzept sowie großflächige Sonnenschutzlösungen zur Hitzeprävention. In enger Abstimmung mit der Stadtreinigung wurden Reinigungsleistungen vor, während und nach den Veranstaltungstagen sichergestellt. Zusätzlich kam eine Second Life Konzeption zum Einsatz, bei der Materialien und Ausstattungen wiederverwendet oder weiterverwertet werden. Die barrierefreie Gestaltung und der jederzeit offene Zugang ermöglichten einer breiten Besuchendengruppe, die Atmosphäre rund um das Finale gemeinsam zu erleben.
Schon im Vorfeld deutete sich eine außergewöhnlich hohe Auslastung der Leipziger Hotels an. Mit einer großen Zahl an Fans aus dem Vereinigten Königreich war die Nachfrage besonders stark. Neben den Übernachtungsbetrieben profitierten auch Gastronomie, Einzelhandel und kulturelle Anbieter. Erfahrungen aus der UEFA EURO zeigen, dass positive wirtschaftliche Effekte nicht nur in offiziellen Veranstaltungsbereichen auftreten. Eine Studie des ifo-Instituts belegte gesteigerte Ausgaben in Bars, Clubs, Restaurants sowie in Schmuck und Geschenkeläden. Diese Entwicklungen lassen sich auch rund um das Conference League Finale beobachten. Das Projekt zielte darauf, das internationale Sportereignis als Impulsgeber für die touristische Nachfrage zu nutzen und gleichzeitig die wirtschaftliche Aktivität in der Leipziger Innenstadt zu stärken.
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