Wer im Erzgebirge wandert, bewegt sich durch eine Landschaft, die viel mehr ist als eine schöne Kulisse. Der Wald gehört zu dem, was die Region ausmacht: für Einheimische ebenso wie für Gäste. Grund genug, im Rahmen der EURORANDO 2026 einmal nicht nur durch den Wald zu wandern, sondern selbst Hand anzulegen.
Am 24. September tauschten das Team des Tourismusverbandes Erzgebirge e. V. sowie Vertreter des Nachhaltigkeitsrats der Destination Erzgebirge und Partnerbetriebe aus dem Nachhaltigkeitsnetzwerk den Schreibtisch gegen Gummistiefel und Pflanzgeräte. Auf einem Waldstück in Oberwiesenthal wurden gemeinsam mit dem Staatsbetrieb Sachsenforst (Forstbezirk Neudorf) und der Stiftung Wald für Sachsen insgesamt 2.500 Weißtannen und Buchen gepflanzt. Baum für Baum entstand so ein kleiner Beitrag für einen Wald, der auch in Zukunft ein prägender Teil des Erzgebirges bleiben soll.
Danach wurde gemeinsam genauer hingeschaut: Was bedeutet es eigentlich, einen Wald zukunftsfähig zu entwickeln? Und wie lässt sich der Wald gleichzeitig als Lebensraum, Wirtschaftsraum und Erholungsraum erhalten? Die Mitarbeitenden des Sachsenforsts gaben Einblicke in ihre tägliche Arbeit, erklärten die Herausforderungen des Waldumbaus und vermittelten viel Wissenswertes über die Entwicklung der Wälder im Erzgebirge. Dabei wurde schnell deutlich, dass Forstwirtschaft und Tourismus mit unterschiedlichen Aufgaben und Perspektiven auf denselben Raum blicken. Was für Gäste ein attraktiver Wanderweg, ein Aussichtspunkt oder ein naturbelassenes Waldstück ist, ist aus Sicht des Sachsenforsts zugleich Teil eines komplexen Systems, das gepflegt, bewirtschaftet, umgebaut und langfristig stabilisiert werden muss. Umgekehrt ist der Wald für den Tourismus eine wesentliche Grundlage des Natur- und Landschaftserlebnisses.











