Qualität zahlt sich aus – Gästezufriedenheit steigt weiter
Positiv entwickelt sich die Gästezufriedenheit: Der Performance-Score liegt 2025 bei 85 Punkten (+0,8). Mecklenburg-Vorpommern führt mit 85,5 Punkten das ostdeutsche Ranking an und ist gemeinsam mit dem Saarland bundesweit Spitze. Sachsen erreicht mit 85,3 Punkten erneut Rang drei im Bundesvergleich. Auch Thüringen verbessert sich deutlich.
Besonders stark bewertet werden mit Service, Sauberkeit und Zimmerausstattung die Kernleistungen der Betriebe. Der Service wird dabei in Ostdeutschland mit der höchsten Punktzahl bewertet – auch wenn die Zufriedenheit der Gäste insgesamt etwas zurückging. Erstmalig ist die Kategorie Sauberkeit der Beherbergungsbetriebe aufgeführt. Gleich vier ostdeutsche Regionen schaffen es hier unter die Top 10 Destinationen bundesweit: Elbe-Elster-Land, Thüringer Rhön, Oberlausitz-Niederschlesien und Vogtland.
Insgesamt zeigen insbesondere die Bewertungen der Zimmerausstattung weiteren Investitionsbedarf.
Investitionen als Schlüssel zur Zukunftssicherung
Gleichzeitig verschärft sich die wirtschaftliche Lage vieler Betriebe. Trotz Preisanpassungen sinken die Umsätze, während die Kosten steigen. Die Folge: rückläufige Erträge. „Die Zahlen sind eindeutig: Trotz Preisanpassungen sinken die Umsätze, die Kosten steigen – die Marge bleibt auf der Strecke. Das erklärt, warum Investitionen stocken. Aber das rechtfertigt die Zurückhaltung nicht“, betonte der Geschäftsführende OSV-Präsident Ludger Weskamp. „Wer jetzt investiert, festigt eine Substanz, die sich diese Branche hart erarbeitet hat.“
Im Geschäftsjahr 2024 sank die Investitionsquote in Ostdeutschland um 0,9 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr – deutlich stärker als im bundesweiten Vergleich (-0,2 Prozent). Cash-Flow und Eigenkapital blieben weitgehend stabil, die Liquidität ist gesichert. Langfristig könne die Investitionszurückhaltung jedoch die Wettbewerbsfähigkeit gefährden, zeigt das Sparkassen-Tourismusbarometer.
Um die Konsolidierungsphase zu überwinden, empfiehlt das Tourismusbarometer gezielte Investitionen – zum Beispiel in energetische Sanierungen, neue Attraktionen in Freizeit- und Erlebniseinrichtungen oder auch digitale Infrastruktur, wie Glasfaser- und 5G-Netze. Auch Investition in Qualifizierungsprogramme und attraktive Arbeitsbedingungen, um Personal langfristig zu binden sind mit Blick auf den Fachkräftemangel in der Branche eine wichtige Investition in die Zukunft.