Inhalt anspringen
Skip NavigationMenü

Gemeinsam stark für morgen: Rückblick auf die Fachtagung zu Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit

©© TMGS/Wolfgang Schmidt

Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit beginnen mit einem Perspektivwechsel. Diese Erkenntnis zog sich wie ein roter Faden durch die Fachtagung „Gemeinsam stark für morgen: Barrieren abbauen. Nachhaltig handeln. Zukunft gewinnen.“, zu der die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH (TMGS) am 11. Juni 2026 nach Dresden eingeladen hatte.

Rund 130 Vertreterinnen und Vertreter aus den sächsischen Reiseregionen, touristischen Unternehmen, Museen, Tourist-Informationen, Übernachtungs- und Freizeitbetrieben sowie aus Verbänden und Institutionen nutzten die Gelegenheit, sich über die Zukunftsthemen Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit auszutauschen. Erstmals standen beide Themen gemeinsam im Mittelpunkt einer landesweiten Fachveranstaltung der TMGS und machten deutlich, wie eng sie miteinander verbunden sind.

Perspektiven wechseln, Verständnis schaffen

Für einen bewegenden Auftakt sorgte Para-Radsportler, Europa- und Weltmeister Matthias Schindler. Mit seiner persönlichen Geschichte nahm er die Teilnehmenden mit in seinen Alltag und zeigte eindrucksvoll, welche Bedeutung Teilhabe, Zugänglichkeit und Selbstbestimmung haben. Dabei ging es nicht nur um Barrieren im öffentlichen Raum, sondern auch um Barrieren in den Köpfen. Sein Satz „Ob ich ein Sieger bin, hängt nicht vom Ergebnis ab“ blieb vielen Teilnehmenden besonders im Gedächtnis und regte dazu an, bestehende Sichtweisen zu hinterfragen.

Benjamin Förtsch stellte mit dem Hotel Luise in Erlangen einen Betrieb vor, der Nachhaltigkeit ganzheitlich denkt und konsequent in unternehmerisches Handeln übersetzt. Anhand zahlreicher Praxisbeispiele als auch persönlichen Einblicken zeigte er, wie ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte miteinander verknüpft werden können und warum zukunftsfähige Angebote immer auch die Bedürfnisse unterschiedlicher Menschen berücksichtigen sollten. Seine Ausführungen machten deutlich, dass nachhaltige Entwicklung und gesellschaftliche Teilhabe viele gemeinsame Schnittmengen besitzen: Beide erfordern den Blick über den eigenen Tellerrand, das Hinterfragen bestehender Prozesse und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen.

Von guten Beispielen lernen

Wie Nachhaltigkeit und Inklusion erfolgreich gelebt werden können, zeigten die vielfältigen Praxisbeispiele des Tages.

Das Inklusionshotel Anna + Sascha aus Annaberg-Buchholz verdeutlichte eindrucksvoll, wie gesellschaftliche Teilhabe gelebt werden. Das Hotel zeigt, dass Inklusion weit über Barrierefreiheit hinausgeht und Menschen mit und ohne Beeinträchtigung selbstverständlich zusammenarbeiten, voneinander lernen und gemeinsam Gastfreundschaft gestalten.

Felix Zschoge gewährte mit seinen Projekten Umgebinde 1657 und Proviantomat spannende Einblicke in nachhaltiges Unternehmertum in der Sächsischen Schweiz. Er zeigte, wie regionale Wertschöpfung, ressourcenschonendes Wirtschaften und innovative Angebotskonzepte erfolgreich miteinander verbunden werden können.

Therés Wurzler richtete den Blick auf die Destinationsebene und erläuterte, wie das Lausitzer Seenland die Barrierefreiheit strategisch in die touristische Entwicklung integriert und in der gesamten Destination umsetzt.

Susann Postel vom Landestourismusverband Sachsen e. V. rückte die digitale Barrierefreiheit in den Fokus und zeigte auf, dass bereits kleine Anpassungen die Nutzbarkeit von Websites und digitalen Angeboten deutlich verbessern können. Davon profitieren nicht nur Menschen mit Behinderung, sondern alle Gäste.

Die Diskussionen machten deutlich, dass Tourismus für Alle entlang der gesamten Customer Journey gedacht werden muss – von der Information und Buchung über die Anreise bis hin zum Erlebnis vor Ort. Deutlich wurde dabei: Es gibt nicht den einen richtigen Weg. Vielmehr entstehen individuelle Lösungen, die zu den jeweiligen Rahmenbedingungen passen und Schritt für Schritt weiterentwickelt werden können.

Die besten Lösungen entstehen im Dialog

Besonders wertvoll waren die Gespräche mit Menschen, die Barrieren im Alltag selbst erleben. Ihre Erfahrungen und Fragen verliehen vielen Gesprächen eine zusätzliche Perspektive und machten Herausforderungen greifbar.

Immer wieder zeigte sich, wie wichtig der direkte Austausch ist. Denn die besten Lösungen entstehen dort, wo Menschen miteinander sprechen. Genau dafür bot die Fachtagung den passenden Rahmen, mit Raum für Vernetzung, Diskussion und neue Ideen.

Gemeinsam die Zukunft gestalten

Die Veranstaltung hat eindrucksvoll gezeigt, dass Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit keine zusätzlichen Aufgaben sind, sondern zentrale Bausteine eines zukunftsfähigen Tourismus. Angebote, die ressourcenschonend gestaltet sind und möglichst vielen Menschen Teilhabe ermöglichen, schaffen Mehrwert für Gäste, Unternehmen und Destinationen gleichermaßen.

Die TMGS wird diesen Weg gemeinsam mit ihren Partnern weiter begleiten. Mit Fachveranstaltungen, Schulungsangeboten und Praxisleitfäden sollen auch künftig Impulse gesetzt und Akteure miteinander vernetzt werden.

Was von der Fachtagung bleibt? Die Erkenntnis, dass Tourismus für alle nicht nebenbei entsteht. Er muss bewusst mitgedacht, gestaltet und gelebt werden. Und er beginnt häufig mit einem einfachen, aber wirkungsvollen Schritt: dem Perspektivwechsel.

Stimmen zur Veranstaltung

„…Der Tag im Deutschen Hygienemuseum war sehr bereichernd. Von den Impulsvorträgen, über das Wiedersehen mit Mitstreitern bis hin zu neugeknüpften Kontakten in der gemeinsamen Mittagspause. Am gestrigen Tag hat sich wieder bewahrheitet, dass Inklusion und Nachhaltigkeit hat in Hand gehen und nur durch Teamarbeit und ständigen Austausch vorangetrieben werden können.“

„Ich glaube ich war noch nie im Business Kontext so berührt wie gestern.“

„…Das war die beste Fachveranstaltung seit Jahren! Jeder folgte aufmerksam den beeindruckenden Vorträgen und auch der persönliche Austausch kam nicht zu kurz. …“

„Die Fachtagung „Nachhaltiger und Barrierefreier Tourismus in Sachsen“ hat eindrucksvoll gezeigt, dass Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit keine Randthemen sind, sondern zentrale Bausteine für einen zukunftsfähigen Tourismus. …“

„Danke an die TMGS Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH für die großartigen Impulse zum Thema Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit im Tourismus. Mich hat der Ansatz überzeugt diese beiden wichtigen Themen zusammen zu denken, eine rundum gelungene Tagung. …“



Autor/-in: Vivien Kresse
Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH · Produktmanagerin Nachhaltigkeit im Tourismus
kresse.tmgs@sachsen-tour.de · Telefon: +49 351 49 17 0-44


Als PDF speichern
Seite Teilen Über:
Kommentare einblenden Kommentare ausblenden

Ein Kommentar

Kommentare




  1. Ines Nebelung sagt:

    Liebe Vivien, liebe Antje, ich freue mich sehr für euch für die gelungene Veranstaltung und das so schöne Feedback!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Weitere Artikel



Staatsministerium für Wissenschaft, Kutlur und Tourimus - Freistaat Sachsen Sachsen. Land von Welt. Landestourismusverband Sachsen

Impressum  ·   Datenschutzerklärung  ·   Barrierefreiheit  ·   Login
Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.